Katja Loher

Will doves rise from turbans when the Indian trains whisper?

9. Juni - 14. Juli, 2018

Vernissage 8. Juni, 2018

 

 

 

 

Leuchtende Farben, flirrende Bewegung, schimmerndes Glas: Katja Loher gestaltet Werke, vor denen man das Staunen wieder lernen kann. Das Staunen vor der Phantasie und Präzision dieser Künstlerin, die aus perfekt choreografierten Videos und Glas magische Objekte erschafft. Und das Staunen vor der überwältigenden aber auch fragilen Schönheit der Natur.

 

Katja Loher komponiert wahre Wunderwelten mit Tänzerinnen und Tänzern, mit Choreographen, Musik und Kostümen, die perfekt aufeinander abgestimmt sind. Ihre farbenprächtigen Videos sind eingebettet in verschiedene Objekte, in selbstentworfene Glaskugeln, die von einer Glasbläserin angefertigt werden, in Tischgedecke oder – wie in ihren jüngsten Arbeiten – in Vogelnester. Aus der Distanz wirken sie wie schillernd bewegte Mandalas. Aus der Nähe betrachtet entpuppen die flirrenden Muster sich als genial komponierte Tänze, die in das geheimnisvolle Leben von Bienen, Pflanzen, Vögeln führen. Katja Loher sensibilisiert mit ihrer Arbeit für die Schönheit aber auch für die Verletzlichkeit der Natur, und sie spricht die positive Energie der Betrachterinnen und Betrachter an, indem sie virtuelle Natur-Welten generiert, in denen Menschen kreativ handeln und nicht destruktiv.

 

Die in Zürich geborene Künstlerin Katja Loher hat in Genf und Basel studiert und lebt seit 2004 in New York und Basel. Ihre einzigartigen Videoobjekte wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und haben Eingang in bedeutende Sammlungen gefunden. Ihre Werke werden international in namhaften Museen und Ausstellungshäusern gezeigt, wie im Bruce Museum, Greenwich, Connecticut, USA, im World Expo Museum, Shanghai, China, im Museu Brasileiro da Escultura, São Paulo, Brasilien oder im Hermitage Museum, St. Peterburg, Russland.

 

Die Videoarbeiten ihrer aktuellen Ausstellung in der Galerie Andres Thalmann sind hauptsächlich in Kalkutta, Indien entstanden, wo Katja Loher letzten November auf Einladung der Basu Foundation als Artist in Residence verbrachte. Die Einladung nach Kalkutta wie auch unsere Ausstellung erfolgen im Rahmen des Jubiläumsjahres 70 Years of Diplomatic Relations Between India & Switzerland 2018. Unser herzlicher Dank geht an dieser Stelle an Sushil Premchand, Abhishek Basu (Basu Foundation), Luc Richner (Old Fashioned Cosmopolitan) sowie an die Schweizer Botschaft in Indien für ihre Unterstützung und Zusammenarbeit.

 

Alice Henkes

 

 

Biografie

Presse – Fantasie und Präzision, Handelszeitung, 28. Juni 2018